Sonntag, 5. Februar 2012

das letzte Wochenende in Frankreich...in Belgien

Hallo ihr Lieben!
Mein letztes Wochenende hier in Frankreich habe ich in Belgien in einem Ferienhaus verbracht.
Auf der Hinfahrt hat es kurz hinter der Grenze angefangen zu schneien und auch nicht mehr aufgehört. Wir haben uns mit dem Auto eigentlich ganz gut durchgekämpft, aber irgendwann konnten wir auf Grund der Wetterverhältnisse nur noch mit 13 km/h auf der Autobahn fahren. Im Endeffekt haben wir deshalb 4 Stunden für 200 km gebraucht!
In Belgien angekommen haben wir dann erstmal das Ferienhaus besichtigt. Eigentlich ist es eine alte Schule, als Ferienwohnung ziemlich groß, aber als Schule gesehen super klein. Das einzige (!) Klassenzimmer ist jetzt das Wohnzimmer und wird durch einen großen Kamin beheizt. Wir waren da mit  Elines Onkel und Tante, sowie ihrer Cousine und dessen Mann. Außerdem war Julien dabei. Wenn Elines Vater mit Clement (Mann von der Cousine) und Bouboule (Onkel) zusammen ist, dann hören sie nicht auf mit ihren Witzen und so war schon der Freitagabend echt lustig.
Clement hat sich bevor er nach Belgien gefahren ist, die Haare abrasiert und musste dieses Wochenende ganz schön was einstecken. Aber das nehmen die hier alle nicht so genau und so hat er im Laden am Samstag Morgen den krebskranken Brunder gespielt. Pascal hat nicht aufgehört zu sagen: "Passt auf euren großen Bruder auf!" Auf französisch ist "On va tous mourir!" (wir werden alle sterben!) ein ziemlich beliebter Satz und so ist der auch dieses Wochenende wieder ein paar mal rausgeholt worden, worauf hin sich alle immer mit großer Unschuldsmiene bei Clement entschuldigt haben und meinte: "Oh tut mir leid, man muss immer positiv denken, du wirst nicht sterben".
Am Samstag Nachmittag sind Eline, ihre Schwestern und ich mit den Männern spazieren gegangen. Die Fotos sind echt witzig geworden. Zum einen weil wir bei -14° C alle gut eingepackt waren, teilweise mit unheimlich sexy Mützen von Elines kleinen Schwestern mit langen Bändern an der Seite und alles, zum anderen, weil die Männer mit ihren Witzen nicht aufgehört haben. Die Orte haben dort ganz süße Namen wie "Bras haut" (hoher Arm) und "Bras bas" (niedriger Arm).
Wir haben uns alle neben die Ortsschilder gestellt und einmal alle die Arme hoch und einmal runter gehalten.
Auf den Bildern mit den Armen in der Luft, bin ich mal wieder voll am Lachen und Pascal am Schreien, weil hinter Bouboule auf der Straße ein Traktor ankam und Pascal auf dem Foto gerade ruft: "Boubouuullleee! Noooiiinnn, du wirst überfahren werden! Achtuuuuuuunnnnngg!!"
Später in den Feldern ist Clement auf einen ca. 4 Meter hohen Heuballenstapel geklettert und hat Freddie Mercury gespielt.
Als wir wieder zu Hause waren, waren die Frauen noch in einer nahen Stadt zum Shoppen. Pascal und Clement haben angefangen zu überlegen, was die anderen wohl sagen würden, wenn sie nach Hause kommen und Pascal auch eine Glatze hätte...
Gesagt getan, eine 1/4 Stunde später saß Pascal ohne Haare im Wohnzimmer, immer noch am Lachen und nur in der Mitte vom Kopf noch einige lange Haarsträhnen. Nur für den Witz!
Natürlich hat er später am Abend irgendwann den Rest Haare auch noch abrasiert, aber erstmal saß er da mit seinen 5 Haarsträhnen auf dem Kopf!
Im Großen und Ganzen ging es das ganze Wochenende so weiter und am Samstag Nachmittag sind wir dann zurück nach Frankreich gefahren.
Bevor Claudine Julien vorhin nach Hause gebracht hat, habe ich ihm noch eben Tschüss gesagt, weil wir uns ja wahrscheinlich gar nicht mehr sehen. Er meinte, wir halten Kontakt auf Facebook, was ich eigentlich echt nett fand, auch wenn man natürlich nicht weiß, was daraus wird, aber so extrem viel hatten wir ja nicht mit einander zu tun. Lieb von ihm!
Morgen werde ich dann meine letzte Schulwoche, bzw. die letzten 4 Tage Schule hier in Frankreich angehen, fast ein komisches Gefühl.
Bis bald, ich schreibe bestimmt noch ein oder zwei Blogeinträge hier auf diesem  Blog.
Bisous!
Lina

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